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Berlin – Neue Leitlinien zur Organspende sollen die Zusammenarbeit aller beteiligten Mediziner verbessern. Ziel ist eine Steigerung der Organverpflanzungen. Dazu sollen eine stärkere Vernetzung bei der Erkennung und Meldung potenzieller Spender, bei notwendigen Untersuchungen sowie der Koordination der Organentnahme beitragen, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin erläuterte. Die Leitlinien wurden von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) mit dem Ministerium verabschiedet.
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sprach von einer wichtigen Grundlage für eine engere Zusammenarbeit zwischen Krankenhausmitarbeitern und DSO. Die beiden Organisationen gingen mit dem Konzept zusätzliche Verpflichtungen ein. Nun sollten die Leitlinien „schnell und effektiv“ in den einzelnen Krankenhäusern und bei der DSO umgesetzt werden.
2008 ging die Zahl der Organspenden in Deutschland deutlich zurück. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation spendeten bundesweit 1.198 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe für Schwerkranke, 8,8 Prozent weniger als 2007. Das verstärkte die Debatte über die rechtlichen Regelungen zur Organspende. So forderte die FDP eine Ausweitung von Lebendspenden.
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