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Reform der Klinikfinanzierung gefordert

Mittwoch, 22. Juli 2009

Berlin –  Experten haben eine Reform der Krankenhausfinanzierung gefordert. Überkapa­zitäten, Investitionsstau und mangelnde Spezialisierung behinderten vielfach die bestmögliche Versorgung von Patienten in Kliniken, heißt es in einem Gutachten führender Gesundheitsökonomen, das am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde. Sie sprechen sich unter anderem für mehr Preis- und Vertragswettbewerb in Krankenhäusern aus.

Außerdem plädieren die Experten dafür, dass Kliniken künftig sowohl ihre Betriebskosten als auch Investitionen über die Zuwendungen der Krankenkassen finanzieren. Bislang haben die deutschen Kliniken eine duale Finanzierung: Ihre laufenden Kosten werden über Fallpauschalen durch die Krankenkassen gedeckt. Investitionen tragen die jeweiligen Bundesländer. 

Die Gutachter empfehlen, dass sich die Länder stattdessen künftig am Steuerzuschuss für die gesetzliche Krankenversicherung beteiligen. Bislang kommt der Zuschuss vom Bund. Eine solche Umstellung der Krankenhausfinanzierung wurde zwischen Bund und Ländern bereits mehrfach diskutiert, scheiterte bislang jedoch.

Das Bundesgesundheits- und das Bundesfinanzministerium hatten die Studie in Auftrag gegeben, um den Stand der Gesundheitsreform bewerten zu lassen und Vorschläge für neue Reformen zu erhalten. Das Gutachten stammt von den Wissenschaftlern Bert Rürup und Eberhard Wille sowie dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin und dem Gesundheitsforschungsinstitut IGES. © ddp/aerzteblatt.de

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