Kapstadt – In Afrika droht tausenden Aids-Patienten nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) der Tod, weil sie keinen Zugang zu den neuesten Medikamenten haben. Bei immer mehr Aids-Kranken schlage die Behandlung mit älteren Medikamenten nicht an, warnte die Organisation auf der Jahreskonferenz der Internationalen Aids-Gesellschaft im südafrikanischen Kapstadt. Die neuesten Medikamente kosteten jedoch 17-mal so viel wie die alten Präparate.
Um auch den Patienten in armen Ländern die Behandlung mit den neuesten Medikamenten zu ermöglichen, forderte Ärzte ohne Grenzen die Hersteller von Aids-Medikamenten auf, ihre Patente in einen Pool zu geben, der von der internationalen Einrichtung zum Erwerb von Medikamenten UNITAID entwickelt wird. Gegen Gebühr sollen Forscher und Hersteller von billigen aber wirkstoffgleichen Medikamenten-Kopien, sogenannten Generika, so die Möglichkeit zur Nutzung der Patente bekommen. © afp/aerzteblatt.de
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