München/Oxford/Innsbruck – Drei neue Genorte für zentrale Fettleibigkeit gefunden haben Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München unter Federführung von Iris Heid zusammen mit Forschern der Oxford University und der Medizinischen Universität Innsbruck.
Einer der Geneffekte tritt nur bei Frauen auf. Damit ist erstmals ein genetischer Hinweis auf die typischen Unterschiede in der Bauchform von Männern und Frauen gefunden. Die Wissenschafter publizierten ihre Daten in der Zeitschrift PLoS Genetics (doi:10.1371/journal.pgen.1000508).
Ein entscheidender Risikofaktor für chronische Erkrankungen ist eine erhöhte Fettsammlung am Bauch. Bei hohem Taillenumfang oder einem Taillen-Hüft-Verhältnis von über eins spricht man von einem „Apfeltyp“ der Bauchform oder Bauchspeck. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen typisch männlichen und typisch weiblichen Bauchformen. Die genauen Gründe dafür sind bislang nicht vollständig entschlüsselt.
Die Wissenschafler um Heid werteten die genomweiten Daten von 40.000 Personen aus der so genannten KORA-Bevölkerungsstudie des Helmholtz Zentrums München aus und brachten sie in Zusammenhang mit Taillenumfang und Verhältnis zwischen Taille und Hüftumfang bei den Studienteilnehmern.
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