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Kassenchef fordert: Weniger Geld für schlechte Ärzte

Dienstag, 28. Juli 2009

 Leipzig – In der Diskussion um die Ärztehonorare hat sich der Vorstandsvorsitzende der AOK Plus, Rolf Steinbronn, für eine leistungsbezogene Vergütung der Mediziner ausgesprochen. Es sollten aber nicht nur diejenigen mehr bekommen, die eine sehr gute Qualität ablieferten, sagte Steinbronn der „Leipziger Volkszeitung“ vom Dienstagausgabe.

Die Ärzte, die schlechter als andere arbeiteten, müssten auch weniger bekommen. „Sonst wäre das nur eine Vergütungserhöhung für einen Teil der Ärzte und die Gesamtausgaben im System würden weiter steigen“, erklärte der Kassenchef.

„Das Honorar für Diabetologen könnte sich zum Beispiel daran orientieren, wie sich die Werte eines Diabetikers durch die Behandlung verändert haben“, sagte Steinbronn. Bisherige Vorschläge über eine leistungsbezogene Vergütung von Ärzten hält er für unzureichend. „Das Problem ist immer, dass nur diejenigen mehr bekommen sollen, die eine sehr gute Qualität abliefern.“ Das reiche aber nicht.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte vorgeschlagen, dass niedergelassene Ärzte künftig stärker nach Leistung bezahlt werden sollten. Die Pauschalvergütung der ärztlichen Arbeit sei leistungsfeindlich. Deswegen solle die Qualität der Arztbehandlung gemessen und besser vergütet werden. © afp/aerzteblatt.de

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adonis
am Donnerstag, 30. Juli 2009, 20:19

Na Herr Steinbonn und die KV gehen sicher schwanger.

Wie ich unsere Bonzen kenne, werden Sie sich das doch gleich auf ihr Schild schreiben.
Im übrigen kann ich nur die Auffassung meiner vorherigen Kollegen unterstützen.
jungärztin
am Donnerstag, 30. Juli 2009, 06:09

Chance

Ich freue mich, dass ich durch diesen attraktiven Anreiz die Chance bekomme, mir evtl zu überlegen, doch in der Patientenversorgung zu bleiben und nicht für alle Zeiten wegzulaufen. Ich habe schon ein paar geschäftsträchtige Ideen:

- ich beziehe eine Praxis in einer guten Wohngegend zB in München.
- ich nehme nur Patienten unter 70.
- vor der Langzeit-RR-Messung: 3 Tage nichts trinken.
- häufig und gezielt eingesetzte Hypoglykämien zur Optimierung des HbA1c.
- bei die erforderlichen Fotodokumentation des Ulcus cruris fotografieren wir reihum die Beine der Praxismitarbeiterinnen.

Danke Herr Steinbronn für diesen ausgeklügelten Vorschlag.
Traven42
am Mittwoch, 29. Juli 2009, 18:34

Es ist unglaublich..............

Kassen deren Verwaltungskosten zu hoch sind............ abschaffen ist Unwirtschaftlicht
Max 10 Kranken kassen mit schlanken Strukturen sind ausreichend
Wirtschaftlichkeitsprüfungen der verbliebenen Kassen von unabhängigen
Wirtschaftsprüfer alle 2 - 5 Jahre

Das selbe gilt für den moloch KV................ sitzen alle im warmen und gehen denen für den sie da sind aus dem Weg
ralf.schrader
am Mittwoch, 29. Juli 2009, 12:32

Wie dumm darf ein Krankenkassenchef eigentlich sein?

Dann jagen nicht nur die Krankenkassen nach 'guten' Patienten, die Ärzte tun es dann auch. Wie dumm darf ein Krankenkassenchef eigentlich sein?

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