Kassenchef fordert: Weniger Geld für schlechte Ärzte
Dienstag, 28. Juli 2009
Leipzig – In der Diskussion um die Ärztehonorare hat sich der Vorstandsvorsitzende der AOK Plus, Rolf Steinbronn, für eine leistungsbezogene Vergütung der Mediziner ausgesprochen. Es sollten aber nicht nur diejenigen mehr bekommen, die eine sehr gute Qualität ablieferten, sagte Steinbronn der „Leipziger Volkszeitung“ vom Dienstagausgabe.
Die Ärzte, die schlechter als andere arbeiteten, müssten auch weniger bekommen. „Sonst wäre das nur eine Vergütungserhöhung für einen Teil der Ärzte und die Gesamtausgaben im System würden weiter steigen“, erklärte der Kassenchef.
„Das Honorar für Diabetologen könnte sich zum Beispiel daran orientieren, wie sich die Werte eines Diabetikers durch die Behandlung verändert haben“, sagte Steinbronn. Bisherige Vorschläge über eine leistungsbezogene Vergütung von Ärzten hält er für unzureichend. „Das Problem ist immer, dass nur diejenigen mehr bekommen sollen, die eine sehr gute Qualität abliefern.“ Das reiche aber nicht.
Die
Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte vorgeschlagen, dass niedergelassene Ärzte künftig stärker nach Leistung bezahlt werden sollten. Die Pauschalvergütung der ärztlichen Arbeit sei leistungsfeindlich. Deswegen solle die Qualität der Arztbehandlung gemessen und besser vergütet werden. © afp/aerzteblatt.de
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