Berlin – Das Wissen um klassische Hausmittel geht zunehmend verloren. Das ermittelte jetzt das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Danach wenden beispielsweise nur 16 Prozent der Eltern erkälteter Kinder ein Hausmittel wie Wadenwickel an, 25 Prozent greifen zu einem Medikament. Je jünger die Eltern, desto seltener nutzen sie Hausmittel, so ein weiteres Ergebnis.
Anzeige
„Bei unkomplizierten Erkrankungen wie einer beginnenden Erkältung oder leichten Kopfschmerzen sollte man nicht vorschnell zur Tablette greifen, sondern zuerst die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken“, rät ABDA-Vizepräsident Friedemann Schmidt. Heilpflanzentees, Bäder oder Wickel seien oft Mittel der ersten Wahl.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Da viele Ärzte auch heute nichts von alten Hausmitteln halten bzw. privat halten sie schon was davon, können damit aber nichts verdienen, rät so gut wie kein Arzt zu althergebrachten Methoden, sondern verschreibt wieder ein Pharmazeutikum, dessen Wirkung oftmals zweifelhaft ist.
Solange viele naturheilkundliche Behandlungsmethoden auch heute noch verteufelt werden, solange wird auch die Pharmaindustrie boomen und die Ärztekasse klingeln.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.