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Medizin

Spezielles Testverfahren kann Leberversagen ankündigen

Donnerstag, 30. Juli 2009

Berlin – Wissenschaftlern der Charité-Universitätsmedizin Berlin ist es gelungen, mithilfe eines selbst entwickelten Verfahrens, des sogenannten LiMAx-Tests, ein Leberversagen vorherzusagen.

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Die Arbeitsgruppe von Martin Stockmann aus der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie am Campus Virchow-Klinikum beschreibt ihre Ergebnisse in den Annals of Surgery (2009; 250:119-125).

Wenn ein Patient an einem Lebertumor erkrankt, ist eine Operation häufig notwendig. Eine lebensbedrohliche Komplikation des Eingriffs ist das Versagen des Organs. „Es war bis jetzt nur schwer möglich die Enzymleistung der Leber zu messen, die bei einer Schädigung vermindert sein kann“, sagt Stockmann. Ein mögliches Leberversagen nach einem chirurgischen Eingriff könnten die Ärzte aber jetzt durch die exakte Messung mit dem LiMAx-Test schon vor der Operation erkennen.

Die Forscher untersuchten im Rahmen der Studie 64 Patienten vor und nach einer großen Leberoperation mit dem LiMAx-Test. Sie erhielten bei der Messung ein eigens für diesen Test entwickeltes Mittel, das in der Leber verarbeitet wird. Das Abbauprodukt wurde dann in der Ausatemluft gemessen.

Zusätzlich wurden die Patienten mit anderen bekannten Leberfunktionstests untersucht. „Es zeigte sich, dass nur der LiMAx-Test in Kombination mit einer Volumenberechnung der Leber in der Lage ist, das Ergebnis der Operation vorherzusagen", so Stockmann.

Eine exakte Leberfunktionsmessung vor dem geplanten Eingriff kommt allen Patienten zugute, aber insbesondere Personen mit vorgeschädigter Leber oder einem großen Tumor profitieren davon. „Es wird erstmals möglich den Patienten die für sie optimalen Therapieoptionen anzubieten und somit Leberoperationen deutlich sicherer zu machen“, hieß es aus der Arbeitsgruppe. © hil/aerzteblatt.de

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