Männer sehen auf Distanz besser als Frauen
Donnerstag, 30. Juli 2009
London – Zwischen dem Sehvermögen von Frauen und Männern gibt es laut einer britischen Studie einen grundsätzlichen Unterschied, weshalb Männer eher weitsichtig und Frauen eher kurzsichtig sind. Bei einem Versuch mit 48 Männern und Frauen, über den die Zeitschrift British Journal of Psychology (10.1348/000712609X463679) in ihrer jüngsten Ausgabe berichtete, ergab sich eine größere Zielgenauigkeit für Männer bei größerer Distanz und für Frauen bei kleinerer Distanz.
Konkret sollten die Versuchspersonen auf einem Blatt Papier mit einem Laser anzeigen, wo sich die Mitte von bestimmten aufgezeichneten Linien befinde. Die Zielgenauigkeit bei der Ein-Meter-Distanz war bei Männern größer, bei einem Abstand von nur 50 Zentimetern setzten sich die Frauen mit größerer Genauigkeit durch.
Es gehe bereits aus anderen Studien hervor, dass die Informationen über nähere oder weiter entfernte Objekte bei Männern und Frauen über unterschiedliche Kanäle im Gehirn transportiert würden, sagte Helen Stancey vom Hammersmith and West London College.
„Unsere Ergebnisse legen es nahe, dass der kurze Weg bei Frauen den Vorzug hat und der lange Weg bei Männern.“ Die Geschlechter-Unterschiede in der Bildverarbeitung könnten das „Ergebnis unseres evolutionären Erbes als Jäger und Sammler“ sein, fügte Stancey hinzu. „Denn die meisten Sammler, die Frauen, mussten in der näheren Umgebung gut arbeiten, während die meisten Jäger, die Männer, in die Ferne blicken mussten.“
© afp/aerzteblatt.de
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