| dpa |
Berlin – In Deutschland haben sich schon mehr als 5.000 Menschen mit der Schweinegrippe angesteckt. Binnen 24 Stunden kamen 879 neue Fälle hinzu, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag auf seiner Internetseite mitteilte. Demnach wurden bis Mittwochnachmittag insgesamt 5.324 Erkrankungsfälle gemeldet. 24 Stunden zuvor waren es noch 4.445 Fälle gewesen.
Die neuen Fälle gingen größtenteils weiterhin auf Reiserückkehrer vor allem aus Spanien zurück, wie das RKI mitteilte. Weltweit sind nach Angaben des Europäischen Seuchenkontrollzentrums (ECDC) in Stockholm über 150.000 Menschen mit dem neuartigen Grippevirus infiziert.
Angesichts zunehmender Verdachtsfälle von Schweinegrippe hat das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am Donnerstag eine eigene Infektionsambulanz in separaten Räumen eröffnet. Dies diene der Vorbereitung auf eine möglicherweise weiter steigende Zahl an Patienten, "die von den niedergelassenen Ärzten nicht vollständig abgefangen werden kann", erklärte die Klinik. Der neue Pavillon solle sicherstellen, dass die eigentliche Notaufnahme "für die Versorgung von Schwerstkranken voll funktionsfähig bleibt".
Die meisten Verdachtsfälle werden laut UKE nicht stationär aufgenommen, sondern nach einem Abstrich in die häusliche Isolation entlassen, die bei einem positiven Befund sieben Tage lang aufrecht erhalten werden müsse. Die weitere Behandlung erfolge dann durch den Hausarzt. Dieser bleibe bei Symptomen wie Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen auch weiterhin erste Anlaufstelle.
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