Franfurt/Main – Forderungen der Mediziner nach weiteren Honorarerhöhungen stoßen bei den gesetzlichen Krankenkassen auf scharfe Kritik. Nach den jetzt bekannt gewordenen erheblichen Zuwächsen für das erste Quartal 2009 seien neuerliche Steigerungen „nicht vermittelbar“, sagte die Vorstandschefin des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, der „Frankfurter Rundschau“ vom Freitag.
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„Wie will man solche Forderungen gegenüber den Beitragszahlern rechtfertigen, die um ihre Jobs bangen, Gehaltseinbußen hinnehmen und bald auch noch Zusatzbeiträge berappen müssen?“, sagte sie im Hinblick auf Ankündigungen der Kassenärzte vor den kommende Woche beginnenden Honorarverhandlungen für 2010. Mit Genugtuung habe sie daher auf die Honorarsteigerungen der Kassenärzte im ersten Quartal reagiert, die die angekündigten Horrorszenarien der Ärzte eindeutig widerlegt hätten.
Pfeiffer nannte es „unerträglich“, wie Ärztefunktionäre zuletzt mit Patienten umgesprungen seien und die GKV „schlecht gemacht“ hätten. Sie rief die Mediziner auf, gesetzlich Versicherte nicht mehr „wie Kunden zweiter Klasse“ zu behandeln. Sollten bei künftigen Protestaktionen Ärzte es erneut wagen, Patienten rechtswidrig nur gegen Vorkasse zu behandeln, würden die Kassen darauf dringen, dass den Betreffenden die Zulassung entzogen werde.
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