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Medizinethik und Biopolitik: DFG fördert neue Forschergruppe

Donnerstag, 6. August 2009

Münster – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung einer neuen Kolleg-Forschergruppe an der Universität Münster beschlossen. Die Forschergruppe soll die Prozesse der Herausbildung und Rechtfertigung medizinethischer, -rechtlicher und biopolitischer Normen untersuchen. Die DFG fördert das Projekt „Theoretische Grundfragen der Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“ in den nächsten vier Jahren mit rund 4,6 Millionen Euro.

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In den modernen westlichen Gesellschaften existiere kein autoritatives, allgemeinverbindliches System von Normen und Werten mehr, so die DFG zum Hintergrund des Projekts. Ethische Probleme, die sich in Folge des wissenschaftlich-technischen Fortschritts neu oder anders stellen, würden in der heutigen Mediengesellschaft rasch zum Gegenstand öffentlicher Auseinandersetzung.

Sie führten nicht selten zu einem Zustand permanenter normativer Debatte, die durch einen Mangel an Ressourcen für die Begründung und Rechtfertigung konsensfähiger moralischer und rechtlicher Normen gekennzeichnet sei.  © hil/aerzteblatt.de

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