Marburger Bund verurteilt neue Rentenangebote für Raucher
Dienstag, 11. August 2009
Berlin – Als „aberwitzig und zynisch“ bezeichnet Rudolf Henke, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes (MB), neue Angebote verschiedener Versicherungsgesellschaften, die Rauchern und Übergewichtigen aufgrund ihrer geringeren Lebenserwartung höhere Renten versprechen.
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„Solche Überlegungen führen alle Bemühungen um Prävention und besseren Gesundheitsschutz ad absurdum“, moniert Henke. Statt gesundheitsbewusstes Verhalten zu fördern, würden Versicherte, die ihre Gesundheit und Lebenserwartung vorsätzlich auf Spiel setzten, mit einer höheren Privatrente belohnt.
Besonders verwerflich sei es, Raucher zu motivieren, ihren Tabakkonsum unvermindert fortzusetzen. „Die durch das Rauchen hervorgerufenen Krankheiten, wie beispielsweise der Lungenkrebs, sind oft mit besonders starkem Leiden verbunden“, warnt der MB-Vorsitzende. Der Preis des Rauchens sei einfach zu hoch, um damit Versicherungsgeschäfte zu machen.
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