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San Francisco – US-Forscher beschreiben in Science (2009: 325: 866-870) erstmals eine Genvariante, welche die Schlafdauer verkürzt.
Die meisten Menschen, die behaupten, mit sechs Stunden Schlaf am Tag auszukommen, sind keine natürlichen Kurzschläfer. Sie benötigen einen Wecker, um morgens wach zu werden, und nehmen meistens Kaffee und andere Stimulanzien zu sich, um wach zu bleiben. Dennoch müssen sie feststellen, dass spätestens nach einigen Tagen der Körper die geliehene Zeit zurückverlangt.
Chronischer Schlafmangel gefährdet außerdem die Gesundheit, nicht nur weil er das Unfallrisiko in Beruf, Freizeit und im Straßenverkehr erhöht. Studien haben auch gezeigt, dass der Wachstress ein kardiovaskulärer Risikofaktor ist und insgesamt das Leben verkürzt.
Zeichen einer Übermüdung konnte der Neurologe Ying-Hui Fu von der Universität San Francisco bei den beiden Frauen, eine Mutter und ihre erwachsene Tochter, nicht finden. Sie gehörten zu einer Familie, in welcher der Kurzschlaf offenbar vererbt wurde. Beide Frauen gingen gegen jeden Abend zwischen 22.00 Uhr und 22.30 Uhr ins Bett, standen aber morgens bereits um 4.00 Uhr oder 4.30 Uhr wieder auf, ohne dass sie einen Wecker benötigten.
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