Wissenschaftler entschlüsseln Mechanismus zur Herstellung von Stammzellen
Dienstag, 18. August 2009
Mannheim – Einen Schritt auf dem Weg zur Zellersatztherapie bei degenerativen Erkrankungen vorangekommen ist die Arbeitsgruppe um Jochen Utikal von der Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie in Mannheim. Dem Wissenschaftler ist es gelungen, einen Mechanismus zu entschlüsseln, mit dem sich induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) herstellen lassen. Utikal publizierte seine Ergebnisse in der Zeitschrift Nature (DOI: 10.1038/nature08285).
Erst seit kurzem ist es möglich, Hautzellen durch das Einschleusen von Genen und eine daraus resultierende verstärkte Expression von Transkriptionsfaktoren in pluripotente Zellen zu verwandeln. Diese iPS-Zellen haben ebenso wie embryonale Stammzellen die Fähigkeit, sich in jegliches Gewebe zu entwickeln. Die Wissenschaftler hoffen, dass die iPS-Zellen die embryonalen Stammzellen in der medizinischen Forschung ersetzen.
Die Herstellung von iPS-Zellen ist zwar in der Vergangenheit gelungen, jedoch nur mit einer sehr geringen Ausbeute. Nur etwa eine von 10.000 Zellen ließ sich in eine iPS-Zelle verwandeln. Utikal ist es nun gelungen, einen Mechanismus zu entschlüsseln, durch den Wissenschaftler die Rate der hergestellten iPS-Zellen wesentlich steigern können. Um die Zelle zur Pluripotenz zu bringen, müssen sie mehrere Gene gezielt ausschalten.
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