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Medizin

Gentherapie soll ein längeres und gesünderes Leben ermöglichen

Freitag, 21. August 2009

Columbia – Das Gen MCAT wird möglicherweise in Zukunft den Aktivitätsgrad alter Menschen verbessern. Dies geht aus Untersuchungen von Wissenschaftlern der University of Missouri hervor. Sie publizierten in der Public Library of Science (PLoS ONE 4(8): e6673).

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„Das Altern stellt eine der größten Herausforderungen in modernen Gesellschaften dar. Man strebt nicht einfach nur nach einer Verlängerung der Lebenszeit, sondern möchte länger gesund und leistungsfähig bleiben“, betont Dongsheng Duan, außerordentlicher Professor für molekulare Mikrobiologie und Immunologie.

Vorherige Studien konnten zeigen, dass Mäuse länger lebten, wenn ihr Genom derart verändert wurde, dass sie das Gen MCAT (mitochondria-targeted catalase gene) trug. Diese Manipulation ließ sich jedoch nicht auf den Menschen übertragen.

Daher entwickelten die Forscher der University of Missouri einen neuen Zugang. Sie platzierten MCAT in einem benignen Virus. Diesen injizierten sie Mäusen und testeten die Leistungsfähigkeit der Tiere.

Es zeigte sich, dass derart manipulierte Tiere weiter und schneller laufen konnten als Tiere des gleichen Alters und Geschlechts. „Nach der Gentherapie beobachteten wir, wie leistungsfähig die Mäuse im Laufrad waren“, berichtet Duan. „Wir fanden heraus, dass die Therapie gut funktionierte und die Mäuse danach mehr leisteten.“ Duan vermutet, dass MCAT die Leistungssteigerungen durch die Entfernung freier Radikale aus Mitochondrien herbeiführt.

Durch die Verwendung des Virus haben die Forscher möglicherweise den Weg für eine Anwendung von MCAT am Menschen geebnet. „Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass eine ähnliche Therapie eines Tages die Lebensqualität älterer Menschen verbessern könnte”, erklärt Duan. © hil/aerzteblatt.de

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