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Obama verteidigt Gesundheitsreform

Montag, 24. August 2009

Washington – US-Präsident Barack Obama hat in einer Radioansprache erneut seine geplante Gesundheitsreform verteidigt und eine ehrliche Debatte über das Projekt gefordert. Die Reform sei ein „zentrales Anliegen“ für die US-Bürger und er sei „froh, dass sich so viele mit diesem Thema befassen“, sagte Obama am Samstag in seiner wöchentlichen Radioansprache.

Es solle jedoch auch eine „ehrliche Debatte“ geben, die nicht von „bewussten falschen Darstellungen“ derjeniger bestimmt sei, die am meisten davon profitieren würden, wenn sich im Gesundheitssystem gar nichts ändere.

Der US-Präsident verteidigte seine geplante Reform erneut gegen die teils scharfe Kritik von republikanischer Seite. Die Anschuldigungen, seine Regierung wolle „Todes-Komitees“ einrichten, die kranken Senioren aus Kostengründen die Behandlung verweigern würden, bezeichnete er als einen „beleidigenden Angriff“ auf ihn und die Bevölkerung.

Obama will den rund 50 Millionen nicht versicherten US-Bürgern wie bereits im Wahlkampf versprochen mit staatlicher Hilfe eine Krankenversicherung ermöglichen und die Reform noch in diesem Jahr durch den US-Kongress bringen.

Vor allem konservative Kritiker werfen ihm vor, eine Verstaatlichung des Gesundheitswesens anzustreben und die Kosten für alle Bürger in die Höhe zu treiben. Zuletzt hatte Obama jedoch Kompromissbereitschaft signalisiert und statt einer staatlichen Krankenversicherung das vom US-Senat vorgeschlagene Genossenschaftsmodell in Erwägung gezogen. © afp/aerzteblatt.de

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