Betrug bei Doktortiteln: Auch Mediziner unter Verdacht
Dienstag, 25. August 2009
Köln - Unter den Hochschullehrern, gegen die Staatsanwaltschaft wegen Korruption bei der Vergabe von Doktortiteln ermittelt, sind auch Humanmediziner. Das bestätigte der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld dem Deutschen Ärzteblatt. Wie viele der insgesamt rund 100 verdächtigen Dozenten an medizinischen Fakultäten tätig seien, könne er allerdings derzeit nicht sagen. Ebenfalls wollte er keine Auskunft darüber geben, an welchen Universitätsstandorten Mediziner im Visier der Ermittler stehen.
Die Hochschullehrer sollen promotionswilligen Akademikern zu ihrem Doktortitel verholfen haben. Ihnen wird vorgeworfen, ungeeignete Kandidaten als Doktoranden angenommen zu haben. Im Gegenzug erhielten sie offenbar Bestechungsgelder in Höhe von 4.000 bis 20.000 Euro. Eine zentrale Rolle soll dabei das Institut für Wissenschaftsberatung in Bergisch Gladbach gespielt haben, das den Kontakt zwischen den Dozenten und den Promotionswilligen hergestellt haben soll.
© BH/aerzteblatt.de
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.