Marburger Bund warnt vor Preisdumping in Krankenhäusern
Mittwoch, 26. August 2009
Berlin – Der Marburger Bund (MB) hat die Politik aufgerufen, auf „marktradikale“ Modelle in der Krankenhauslandschaft zu verzichten und stattdessen eine qualitativ hochwertige, flächendeckende stationäre Versorgung sicherzustellen.
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„Dumping-Preise und Rabattverträge mögen zum Sommerschlussverkauf passen, zu den Leistungen in den Krankenhäusern passen sie nicht“, kritisierte MB-Vorsitzender Rudolf Henke entsprechende Überlegungen von Beratern des Bundesfinanzministeriums und der Barmer Ersatzkasse. In einem vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegebenen Gutachten fordern die Autoren „mehr Preiswettbewerb im Krankenhaus“ durch Einzelverträge zwischen Krankenkassen und Klinikbetreibern.
„Selbstverständlich müssen die Krankenhäuser wirtschaftlich handeln und sich dabei auch marktwirtschaftlicher Instrumente bedienen“, so Henke. Es könne aber nicht sein, dass künftig nur noch ein Preiswettbewerb um die vermeintlich lukrativsten Patienten stattfände. Die Ärztegewerkschaft fordert, die Planungshoheit der Länder als Ausdruck öffentlich zu verantwortender Daseinsvorsorge unbedingt zu erhalten.
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