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Voraussetzung für die Kartenausgabe durch die gesetzlichen Krankenkassen ist, dass ausreichend eGK-fähige Lesegeräte in den Praxen vorhanden sind. Inzwischen seien knapp 31 Prozent der nordrheinischen Praxen mit neuen Lesegeräten ausgestattet, berichtete Dr. med. Leonhard Hansen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.
Am 31. Oktober endet die Frist, bis zu der die nordrheinischen Ärzte und Psychotherapeuten die Erstattung der Pauschalen für den Kauf von zugelassenen Kartenterminals bei ihrer KV beantragen können. Nach schleppendem Start im März stieg die Nachfrage zuletzt rapide an: Allein im Monat Juli haben mehr als 1.500 Praxen neue Geräte installiert und die Pauschalen dafür abgefordert. Eine weitere Fristverlängerung für den Abruf der Pauschale schloss Hansen aus.
Der Zeitplan für den sogenannten Basisrollout (dem bundesweiten „Ausrollen“ von Lesegeräten und Karten) sieht vor, dass die meisten der circa 15.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in der Startregion Nordrhein bis Ende Oktober mit eGK-fähigen Lesegeräten ausgestattet sind. Bis Mitte 2010 soll dies bundesweit für alle Arztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken gelten und – zeitlich etwas versetzt – bis Ende 2010 die bundesweite Ausgabe der eGK an die Versicherten abgeschlossen sein.
Laut einer repräsentativen Studie der TK begrüßten drei Viertel der Bevölkerung die Einführung der Gesundheitskarte, weil dadurch der Kartenmissbrauch zurückgehen werde und sie später von Anwendungen wie der elektronischen Patientenakte profitieren würden, sagte van Aalst.
Die Diskussion über „Bildverweigerer“ sei müßig, denn die alte Krankenversichertenkarte bleibe so lange gültig, bis sie nicht mehr erforderlich sei. Die Kassen hingegen erhofften sich Einsparungen, da sich durch die Möglichkeit zum Online-Update künftig das permanente Auswechseln der Karte bei Status- oder Adressänderungen des Versicherten vermeiden lasse.
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