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Zu teuer: NICE stoppt vier Medikamente bei Nierenkrebs

Donnerstag, 27. August 2009

London – Das National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE), das die Wirtschaftlichkeit von Therapien für den staatlichen Gesundheitsdienst (NHS) in Großbritannien prüft, hat die Verwendung von vier teuren Medikamenten beim Nierenzellkarzinom stark eingeschränkt.

Avastin® (Wirkstoff: Bevacizumab) und Torisel® (Wirkstoff: Temsirolimus) dürfen nicht mehr als Erstlinientherapie eingesetzt werden. Nexavar® (Wirkstoff: Sorafenib) ist darüber hinaus als Zweitlinientherapie nicht mehr erstattungsfähig, und Sutent® (Wirkstoff: Sunitinib) dürfen die Ärzte künftig nur noch als Erstlinien-, aber nicht mehr als Zweitlinientherapie auf Kosten des NHS verordnen.

NICE hat damit weitgehend an einer vorläufigen Einschätzung vom August 2008 festgehalten. Die Hersteller Roche, Wyeth und drei Krebspatienten hatten Einwände angemeldet, denen NICE aber nur in Bezug auf das Pfizer-Mittel Sutent nachgegeben hat. Es darf seit März 2009 als Erstlinienmedikament eingesetzt werden.

Wichtige Grundlage für die Negativbescheide sind die hohen Medikamentenlosten: NICE beziffert sie für Avastin auf £5.982 (6.801 EUR) pro Patient in den ersten sechs Wochen gefolgt von £6.117 (7.023 EUR) für die folgenden sechs Wochen (Hochgerechnet £53.000 oder etwa 60.000 EUR pro Patient und Jahr). Nexavar kostet in Großbritannien £2.980.47 (3.389 EUR) für 112 Tabletten Sutent £3.363 (3.824 EUR) für 30 Kapseln und Torisel wird mit £620 (705 EUR) pro Ampulle gelistet. © rme/aerzteblatt.de

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