Zunehmende Zahl an Kindern kommt per Kaiserschnitt zur Welt
Montag, 31. August 2009
Hannover – Eine zunehmende Zahl an Kindern kommt nach Berechnungen der Krankenkasse KKH-Allianz per Kaiserschnitt zur Welt. Hätten im Jahr 2004 noch rund 27,9 Prozent der Gebärenden per Kaiserschnitt entbunden, seien es 2008 bereits 31,4 Prozent gewesen, berichtete die Kasse am Freitag in Hannover unter Berufung auf eine aktuelle Auswertung ihrer Versichertendaten. Dabei sei die Entscheidung zum Kaiserschnitt laut Weltgesundheitsorganisation nur bei etwa zehn Prozent der Geburten medizinisch notwendig.
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Die höhere Kaiserschnittrate in Deutschland liege vermutlich an der größeren Zahl der Risikoschwangerschaften von übergewichtigen oder im Schnitt älteren Frauen, erklärte die KKH-Allianz. Als weiterer Grund komme jedoch in vielen Fällen die "Angst vor der natürlichen Geburt" hinzu.
Darüber sollten Frauen demnach vor der Entbindung mit behandelndem Arzt oder Hebamme ausführlich sprechen und gemeinsam nach einer Lösung suchen: Ein Kaiserschnitt sei heute zwar ein Routineeingriff, könne aber auch schmerzhafte Komplikationen bedeuten.
Den Versichertendaten der Kasse zufolge entscheidet sich die überwiegende Mehrheit von 98 Prozent der Frauen weiterhin für eine Entbindung im Krankenhaus. Nur rund zwei Prozent der Gebärenden brachten demnach im Jahr 2008 ihr Kind zum Beispiel in einem Geburtshaus oder im Beisein einer Hebamme daheim zur Welt.
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