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“Goldene” Nase erschnüffelt Lungenkrebs

Dienstag, 1. September 2009

Haifa – Ein Ingenieur aus Israel hat bei der Suche nach einer kostengünstigen Methode zur  Früherkennung des Bronchialkarzinoms buchstäblich eine goldene Nase bewiesen. In Nature Nanotechnology (2009; doi:10.1038/nnano.2009.235) beschreibt er ein artifizielles olfaktorisches System. Es kann Moleküle „erschnüffeln“, die von Bronchialkarzinomen an die Atemluft abgegeben werden.

Der Kern der künstlichen Nase, die Hossam Haick und Mitarbeiter von Technion (Israel Institute of Technology) in Haifa konstruiert haben, besteht aus Nanopartikel, die nach dem Kontakt mit bestimmten Chemikalien ihren elektrischen Widerstand verändern. Sie können auf diese Weise Chemikalien in kleinsten Mengen nachweisen, wie dies bisher nur mit der Gaschromatografie zu erheblichen höheren Kosten möglich ist.

Lange experimentierte Haick mit Nanotubuli aus Kohlenstoff, die jedoch anfällig gegenüber der in der Atemluft enthaltenen Luftfeuchtigkeit sind. Bei den jetzt verwendeten Goldnanopartikeln ist die nicht mehr der Fall.

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In der Studie konnte die künstliche Nase vier Chemikalien, die von Tumoren vermehrt freigesetzt werden, in der Atemluft von Lungenkrebspatienten nachzuweisen. Bisher wurde das Gerät an 56 gesunden und 40 Krebspatienten getestet. Es soll zwischen beiden Gruppen unterscheiden können. Ob sich der Test zur Früherkennung eignet, muss allerdings noch untersucht werden. Das Verfahren sei jedoch einfach und kostengünstig, versichert der Ingenieur. © rme/aerzteblatt.de

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