San Diego – Viele Brustkrebspatientinnen berichten während der adjuvanten Chemotherapie über Abgeschlagenheit und Schlafstörungen. Die Ursache könnte nach einer Studie in Sleep (2009; 32: 1155-1160) in einer Störung des Tag-Nacht-Rhythmus liegen.
Anzeige
Störungen der zirkadianen Periodik können relativ einfach mit sogenannten Aktigrafen erkannt werden. Es handelt sich um kleine „Bewegungsmelder“ (Akzelerometer) kaum größer als eine Armbanduhr. Wie diese werden sie am Handgelenk getragen. Die gespeicherten Daten zu den Handbewegungen werden später am Computer ausgewertet.
Aus dem Ruhe-Aktivitäts-Profil können die Schlafforscher dann ermitteln, ob eventuell der Schlaf-Wach-Rhythmus verschoben ist. Dies war bei den 93 Brustkrebspatientinnen, die Sonia Ancoli-Israel von der Universität von Kalifornien in San Diego mit Aktigrafen ausgerüstet hatte, in der ersten Woche des ersten Zyklus einer adjuvanten anthrazyklin-basierten Chemotherapie der Fall. Bis auf das Aktivitätsmaximum waren alle Parameter verschoben, berichtet die Schlafforscherin.
In der zweiten Woche hatten sich die Frauen jedoch bereits wieder erholt. Anders war die Situation im vierten Zyklus. Auch hier war „up-mesor“, der Anstieg der Aktivität am Morgen, um 37 Minuten verschoben und der „down-mesor“ am Abend trat 34 Minuten früher ein. Anders als im ersten Zyklus blieb die Störung jedoch auch in der zweiten und dritten Woche des Chemotherapiezyklus bestehen.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.