Hamburg – Viele Menschen haben so große Angst vor dem Zahnarztbesuch, dass sie lieber leiden, als sich behandeln zu lassen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach gab fast jeder Fünfte Befragte an, Angst vor der zahnärztlichen Behandlung zu haben.
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Als besonders furchteinflößend beim Zahnarztbesuch empfanden die Befragten unter anderem das Bohren am Zahn (49 Prozent), eine Wurzelbehandlung (47 Prozent), das Ziehen eines Zahnes (45 Prozent) sowie den Schmerz während der Behandlung (42 Prozent). „Eine gewisse Form von Angst oder Unbehagen vor dem Zahnarztbesuch ist ganz normal“, erklärt Johannes Klüsener, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut.
Bei einigen Betroffenen könne die Angst vor dem Zahnarzt aber auch extrem ausfallen. „Bei besonders starker Angst kann es beim Betreten der Praxis oder beim Platz nehmen im Zahnarztstuhl zu starkem Herzklopfen, Schwitzen, Zittern oder auch Muskelverkrampfungen kommen“, so Klüsener.
Angstpatienten wüssten, dass diese starke Form der Angst im Prinzip unbegründet sei, könnten sie aber nicht kontrollieren. Eine Entspannung setze erst wieder ein, wenn sie die Zahnarztpraxis verlassen, sie der Situation entfliehen oder sie vermeiden.
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