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Ärzteschaft

Beschneidung aus religiösen Gründen ist keine Kassenleistung

Dienstag, 8. September 2009

Bremen – Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen (KVHB) drängen in Bremen und Bremerhaven immer mehr Eltern Kinderärzte oder Urologen dazu, ihre Kinder aus religiösen Gründen zu beschneiden. Ein solcher Eingriff ist laut KVHB in der Regel medizinisch nicht indiziert und darf nicht zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeführt werden.

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„Der Arzt muss ihn ablehnen“, erklärt KVHB-Vorsitzender Till Spiro. Doch die Aufklärung darüber stoße bei den Betroffenen häufig auf Unverständnis. Juristisch stünden religiös beziehungsweise rituell motivierte Beschneidungen der Vorhaut im Spannungsfeld zwischen dem Recht auf Religionsfreiheit, dem Recht auf körperliche Unversehrtheit und dem elterlichen Erziehungsrecht.

„Es geht hier nicht um eine Bewertung der Motivationslage von Eltern, die ihre kleinen Söhne beschneiden lassen wollen, sondern um die schlichte Feststellung, dass die Solidargemeinschaft der Krankenversicherten nur für medizinisch indizierte Behandlungen einstehen kann und darf“, erläutert Spiro. Diese sei bei religiös motivierten Beschneidungen nicht gegeben. Ein Arzt, der gegen diesen Grundsatz verstoße, riskiere erhebliche juristische Folgen. © hil/aerzteblatt.de

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hakima911
am Sonntag, 20. September 2009, 07:57

Zirkumcision

Zum einen wundere ich mich schon seit Jahren, dass türkische Jungs im Gegensatz zu deutschen zu nahezu 100% an Phimose leiden.
Zum andern war eigentlich klar, dass der Wunsch nach Beschneidung als Kassenleistung in dem Maße zunhemen würde, wie die ausländischen Mitbürger in Deutschland bleiben. Zumal die Beschneidung auch und gerade in der Türkei Privatangelegenheit ist, die aus eigener Tasche bezahlt werden muss, dazu kommen noch die Flugkosten. Da ist es doch viel preisgünstiger, das der deutschen Krankenkasse aufs Auge zu drücken.
Nein ich bin nicht fremdenfeindlich, ich darf mir diesen Kommentar erlauben, ich liebe die Türkei und kenne sie wie meine Westentasche: Ich habe einen Teil des Pflegepraktikums und der Famulatur in der Türkei absolviert.
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