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Kritik an Massenimpfung gegen Schweinegrippe

Montag, 7. September 2009

Berlin – Die geplante Massenimpfung gegen die Schweinegrippe gerät immer mehr in die Kritik. Hamburgs Gesundheitssenator Dietrich Wersich (CDU) sprach sich gegen eine weitere massenhafte Bestellung von Impfstoff aus. „Wir sind der Meinung, dass die bereits bestellten Impfdosen für 30 Prozent der Bevölkerung ausreichend sind“, sagte Wersich.

Die Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, Cornelia Goesmann, bezeichnete eine „weitgehende Durchimpfung der Gesamtbevölkerung“ über die Risikogruppen hinaus als „nicht sinnvoll“. Das Robert-Koch-Institut (RKI) verteidigte dagegen das geplante Vorgehen.

Goesmann sagte, nicht nur bei einem Großteil der Ärzteschaft entstehe der Eindruck, „hier würden bis zu einer Milliarde Euro verschleudert, die im Gesundheitswesen an anderer Stelle dringender gebraucht werden“. Es sei ungewiss, ob eine schwere Pandemie mit mutierten Viren tatsächlich eintrete.

Kritik an den Kosten der Impfung übte auch der Leiter der Abteilung Gesundheit in der Bremer Gesundheitsverwaltung, Matthias Gruhl. Keiner wolle sich offenbar vorwerfen lassen, im Falle des Falles nichts getan zu haben. Das RKI und das für die Impfstoffzulassung zuständige Paul-Ehrlich-Institut nähmen zu sehr Einfluss auf die Politik, um „noch mehr Impfstoffe und noch mehr Medikamente zu kaufen“, sagte Gruhl.

RKI-Vizepräsident Reinhard Burger betonte: „Es wäre leichtfertig, dieses Virus abzuschreiben als mildes Virus und die Hände in den Schoß zu legen.“ Fachleute erwarteten für den Winter einen Anstieg der Infektionen. Damit werde auch die Zahl der schweren Verläufe steigen. Darauf müsse man vorbereitet sein.

Die Auslieferung des Impfstoffs wird sich laut einem Bericht des „Focus“ derweil möglicherweise verzögern. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sachsen-Anhalt solle erst im letzten Oktoberdrittel damit begonnen werden, berichtete das Magazin unter Berufung auf ein KV-Rundschreiben an die Ärzte. Bislang gingen die Experten davon aus, dass ab Ende September/Anfang Oktober die ersten Impfstoffdosen ausgeliefert werden.

Zuvor hatte bereits die Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV) mitgeteilt, dass der Impfstoff voraussichtlich erst ab Oktober zur Verfügung steht. Als erste sollten dann chronisch Kranke, Schwangere, medizinisches Personal, Polizei und Feuerwehr geimpft werden. Erst danach – vermutlich im November oder Dezember – werde die Impfung gegen die Schweinegrippe für alle anderen zugänglich sein. Für einen ausreichenden Impfschutz seien zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen notwendig.

Bis 3. September gab es laut RKI 16.835 Fälle der „Neuen Grippe“ in Deutschland. Zuletzt ging die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurück. © ddp/aerzteblatt.de

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adonis
am Donnerstag, 10. September 2009, 10:43

@realname und @thalia

Sie haben ja sehr grosse Kenntnis zur Schweinegrippe und sicher sehr viel Erfahrung in Epidemiologie und Behandlung.
Richtig wenn sie den Ganzkörperpariser der Bundeswehr zur ABC Abwehr bis zum nächsten Sommer kontinuierlich tragen sind Sie gut geschützt.
thalia
am Dienstag, 8. September 2009, 15:14

Kritik an Massenimpfung

Ich bin wie " Realname " der Meinung,dass eine Massenimpfiung überflüssig ist. Mit den üblichen Hygienemassnahmen wie z.B. keine Hände schütteln, Hände öfters waschen, hustende schniefende Menschen meiden u.s.w. müsste man sich großteils schützen können,und den Virus an der Ausbreitung hindern. Ob sich da nicht manche Leute eine goldene Nase verdienen wollen?
Realname
am Montag, 7. September 2009, 21:02

Einfache Lösung

Das Robert Koch Institut schließen, oder alle Pharmaunterstützer hinauswerfen.
Diese Panikmacher verschleudern unser Geld, und niemand tut etwas dagegen.

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