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S3-Leitlinie zur Hormontherapie in der Postmenopause veröffentlicht

Dienstag, 8. September 2009

Berlin – Die Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hat Anfang September die erste interdisziplinäre evidenzbasierte Stufe-3 (S3)-Leitlinie zur Hormontherapie (HT) in der Peri- und Postmenopause veröffentlicht. Die Leitlinie gibt Empfehlungen, die Ärzte für den Entscheidungsprozess bei der Indikationsstellung einer HT heranziehen können.

Laut DGGG wird die Bewertung von Nutzen und Risiken der HT seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. „Um ein differenziertes ärztliches Beratungsgespräch zu führen, sind hochwertige evidenzbasierte Leitlinien dringend erforderlich“, sagt Olaf Ortmann, Direktor der Universitätsfrauenklinik Regensburg. In Deutschland existierten derartige Leitlinien zur HT bislang nicht und auch international seien diese nur vereinzelt vorhanden.

Mit der neuen Leitlinie will die DGGG diesen Mangel beheben. Denn neben einer Reihe von positiven Effekten berge die HT auch gesundheitliche Risiken. Ärzte müssten beispielsweise Frauen mit bereits bestehenden Erkrankungen anders beraten, als Gesunde. „Auf der Basis dieser Leitlinie ist eine individualisierte, umfassende Aufklärung möglich, sodass die Patientin gemeinsam mit ihrem Arzt zu einer Entscheidung kommen kann“, so Ortmann. © hil/aerzteblatt.de

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