Berlin – Ärztinnen und Ärzte in Deutschland glauben, dass die Zwei-Klassen-Medizin längst Realität im Versorgungsalltag geworden ist. Schlimmer noch: Die Ärzte befürchten, dass sich die Situation in Zukunft weiter verschärfen wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Allensbach im Auftrag der Allianz Deutscher Ärzteverbände.
Anzeige
Nach der Befragung von mehr als 500 Ärzten aus Klinik und Praxis sind lange Wartezeiten für einen Behandlungstermin eines der größten Probleme. Mehr als 62 Prozent der niedergelassenen Ärzte meinen, dass viele Patienten lange auf einen Termin warten müssen. Von den Krankenhausärzten bemängeln das rund 40 Prozent.
Mehr als 70 Prozent der Befragten geht davon aus, dass Patienten künftig noch länger als bisher auf Arzttermine warten müssen. Rund 60 Prozent der Krankenhausärzte können sich schon heute nicht genügend Zeit für ihre Patienten nehmen. Fast zwei Drittel der Ärzte halten die Zwei-Klassen-Medizin für gelebte Realität.
„Die Ärzteschaft wird durch die politischen Rahmenbedingungen der letzten Jahre regelrecht in die verdeckte Rationierung gedrängt. Dennoch sehen Ärzte in der Zuwendung zum Patienten die zentrale Bedeutung ihres ärztlichen Handelns“, erläutert der Sprecher der Ärzteallianz, Klaus Bittmann, bei der Vorstellung der Zahlen in Berlin.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.