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Dopamin verbessert Qualität von Nierentransplantaten

Donnerstag, 10. September 2009

Mannheim – Die Behandlung von hirntoten Organspendern mit Dopamin verbessert die Qualität der Spendernieren. In einer randomisierten Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2009; 302: 1067-1075) konnten die Organempfänger nach der Transplantation schneller auf eine Dialyse verzichten und das Transplantatüberleben war verbessert.

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Eine Fall-Kontroll-Studie hatte darauf hingedeutet, dass Organe von Spendern, die vor ihrem Hirntod auf Intensivstation mit Dopamin oder Noradrenalin behandelt wurden, eine höhere Qualität haben könnten.

Um den klinischen Wert dieser Beobachtung zu klären, erhielten an Kliniken in Bayern und Baden-Württemberg zwischen März 2004 und August 2007 insgesamt 264 hirntote Organspender bis zur Organentnahme eine Infusion, die entweder Dopamin in niedriger Dosierung oder Placebo enthielt. Bei den Spendern führte dies zu einem klinisch natürlich nicht relevanten leichten Anstieg des systolischen Blutdrucks um durchschnittlich 3,8 mm Hg und einer Steigerung der Urinausscheidung.

Wie Peter Schnülle vom Transplantationszentrum Mannheim und Mitarbeiter berichten, machte sich die verbesserte Qualität des Transplantates zunächst darin bemerkbar, dass deutlich weniger Empfänger nach der Organtransplantation mehr als eine abschließende Dialyse benötigten (24,7 vs. 35,4 Prozent).

Die transplantierten Organe nahmen nicht nur früher ihre Funktion wieder auf, auch das Transplantatüberleben verbesserte sich. Denn die Notwendigkeit auf mehrere Dialysen nach der Transplantation war mit einem 3,6-fach erhöhten Risiko auf ein Transplantatversagen innerhalb der ersten 3 Jahre assoziiert.

Die Autoren führen die protektive Wirkung keineswegs auf eine Stabilisierung des Blutkreislaufs im Spender durch das Katecholamin zurück. Experimentelle Studien hätten vielmehr gezeigt, dass Dopamin eine intrazelluläre Schutzwirkung gegen hyperthermie-bedingte Zellschäden habe. © rme/aerzteblatt.de

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