Landau – Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat Behauptungen der Krankenkassen scharf zurückgewiesen, dass im kommenden Jahr zahlreiche Zusatzbeiträge auf die gesetzlich Versicherten zukämen. „Die Kassenfunktionäre sollten endlich aufhören zu jammern und stattdessen ihre Energie für eine bessere Versorgung der Patienten einsetzen“, sagte Schmidt der „Rheinpfalz am Sonntag“. Bislang sei keine der düsteren Prognosen eingetroffen, im Gegenteil.
Die SPD-Politikerin verwies darauf, dass die gesetzlichen Krankenkassen statt Defizite zur Jahresmitte ein beachtliches Plus von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet hätten. Lediglich eine einzige kleine Kasse müsse aufgrund besonderer Bedingungen einen Zusatzbeitrag erheben. „Drei Kassen zahlen hingegen eine Prämie aus“, betonte Schmidt. Diese Entwicklung sei trotz Finanz- und Wirtschaftskrise dem Gesundheitsfonds zu verdanken, „der wie ein Schutzschirm wirkt und den Kassen in diesem Jahr elf Milliarden Euro mehr als 2008 zur Verfügung stellt.“
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