Stuttgart – Lebensmittelkonzerne geizen Verbraucherschützern zufolge auf der Verpackung gern mit Informationen zu Zucker, Fett und anderen Nährwerten. Gerade bei zucker- und fetthaltigen Lebensmitteln wie Milchprodukten, Wurst und Süßigkeit fehlten oft wichtige Nährwertangaben, bemängelten die Verbraucherzentralen am Dienstag, nachdem sie über 3.500 Produkte von mehr als 50 Herstellern untersucht hatten.
Demnach waren auf fast der Hälfte der Produkte nicht alle acht Nährwerte ausgewiesen, nämlich Kaloriengehalt, Eiweiß, Kohlenhydrate, Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und Salz. Bei knapp 15 Prozent habe jede Angabe zu Kalorien und den Nährstoffen gefehlt.
Besonders schlecht schnitten den Verbraucherschützern zufolge bekannte Markenartikel ab. So fanden die Verbraucherzentralen bei drei Dutzend überprüften Produkten eines großen Süßwarenherstellers nur ein einziges mit Angaben zum Zuckergehalt – bei den übrigen 35 fehlte diese Information. Bei 17 Produkten eines Schokoladenproduzenten wies nicht ein einziges die Kennzeichnung auf.
Insgesamt sei die Kennzeichnung bei rund zwei Dritteln der untersuchten Hersteller unbefriedigend gewesen, befanden die Verbraucherzentralen; nur 18 Prozent und damit weniger als ein Fünftel hätten beispielsweise den Zuckergehalt umfassend ausgewiesen.
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