Eingeloggt als

Suchen in

6.838 News Medizin

Medizin

H1N1: Erste Impfstoffe in den USA zugelassen

Dienstag, 29. September 2009

Washington – Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA hat die ersten vier Impfstoffe gegen die Schweinegrippe H1N1 zugelassen. Es handelt sich um die Vakzine der Firmen CSL, MedImmune, Novartis und Sanofi Pasteur.

Grundlage für die Zulassung waren Zwischenergebnisse laufender Studien. Sie hätten gezeigt, dass die Impfung gut verträglich sei, heißt es in der Pressemitteilung der FDA. Bislang wurden die gleichen Nebenwirkungen wie nach Impfungen gegen die saisonale Grippe beobachtet. Am häufigsten seien dies Beschwerden an der Injektionsstelle (“soreness”) gewesen. Außerdem könne es in den ersten Tagen nach der Inokulation zu leichtem Fieber, allgemeinen Körperschmerzen (“body aches”) oder zur Abgeschlagenheit kommen. Bei einem intranasalen Impfstoff kam es in allen Altersgruppen des öfteren zu einer laufenden oder verstopften Nase, bei Erwachsenen auch zu Reizungen des Rachens und bei Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren zu Fieber.

Das sind alles keine bedrohlichen Nebenwirkungen. Schwere Komplikation sind bisher nicht aufgetreten, was allerdings bei der geringen Anzahl der geimpften Probanden auch nicht zu erwarten war. Wie bei allen medizinischen Produkten sei derzeit nicht auszuschließen, dass es noch zu unerwarteten oder seltenen Komplikationen komme, heißt es dazu lapidar in der Pressemitteilung.

Die Zeit drängt, denn wenn die Impfstoffe nicht bis Mitte Oktober auf den Markt kommen, könnte es für die Eindämmung der Epidemie zu spät sein. Die FDA rechnet damit, dass die Impfstoffe in den nächsten vier Wochen verteilt werden könnten. Bei gesunden erwachsenen Menschen komme es dann innerhalb von acht bis zehn Tagen zu einer robusten Immunantwort, so die FDA.

Zwischenergebnisse der klinischen Studien zu zwei Impfstoffen (CSL und Sanofi Pasteur) waren vor wenigen Tagen publiziert worden. Beide zeigten eine hohe Antikörperantwort bei jüngeren Erwachsenen, die im Alter abnimmt. Personen über 65 Jahren werden nur teilweise geschützt. Unklar ist weiterhin, ob die Impfstoffe auch bei Kindern, Schwangeren und bei Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Abwehrschwächen wirken. Bei diesen kommt es am ehesten zu einem schweren Verlauf der Erkrankung.

Als fünfter Hersteller hat GSK Anfang der Woche erste Ergebnisse laufender klinischer Studien vorgestellt. Der Impfstoff erwies sich wie die anderen vier nach einer einfachen Impfung als hochwirksam bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 60 Jahren. © rme/aerzteblatt.de

Anzeige
Drucken Versenden Teilen
6.838 News Medizin

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste