Hamburg – Die DAK wird im Oktober in der Region Nordrhein die ersten Versicherten mit der elektronischen Gesundheitskarte (eKG) ausstatten. Im ersten Schritt werden zunächst die neue Karte, die dazugehörigen Kartenterminals und die entsprechend angepassten Praxisverwaltungssysteme eingeführt. Dem sollen dann weitere wichtige Funktionen folgen, wie der elektronische Arztbrief, das elektronische Rezept oder der Notfalldatensatz. „Die elektronische Gesundheitskarte eröffnet eine ganz neue Dimension der Vernetzung im Gesundheitswesen“, sagt Claus Moldenhauer, stellvertretender Vorsitzender des DAK-Vorstandes. Ziel sei, die Versorgungsqualität zu verbessern.
„Mit dem Start der Kartenausgabe in Nordrhein gehen wir den ersten Schritt in die richtige Richtung“, so Moldenhauer. Sobald die Online-Funktionen der Karte verfügbar seien, werde sie bundesweit ausgegeben. Die elektronischen Behandlungsdaten sollen in Zukunft den Informationsaustausch zwischen niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und anderen Leistungserbringern im Gesundheitswesen beschleunigen. „Dabei hat der Datenschutz höchste Priorität: Ohne Einverständnis des Patienten hat niemand Zugriff auf seine Behandlungsdaten. Der Datenaustausch ist sicherer als der Geldverkehr per Kreditkarte“, betont Moldenhauer. Um Missbrauch vorzubeugen, enthält die neue Karte zudem ein Foto des Versicherten.
Allerdings unterscheiden sich die Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte im Augenblick noch nicht wesentlich von denen der jetzigen Krankenversichertenkarte.
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