Taipeh – Die Einführung einer universellen Hepatitis-B-Impfung hat in Taiwan die Zahl der Leberkrebserkrankungen drastisch gesenkt. Dies geht aus einer Untersuchung im Journal of the National Cancer Institute (JNCI 2009; doi: 10.1093/jnci/djp288) hervor.
Hepatitisviren gehören zu den wesentlichen Risikofaktoren für das hepatozelluläre Karzinom. Die Prävention dieses in Ostasien häufigen Tumors war eine der wesentlichen Motivationen für ein universelles Impfprogramm, das in Taiwan seit dem Juli 1984 allen Kindern angeboten wird.
Die Erwartungen könnten sich mehr als erfüllt haben. Unter den Geimpften sind, soweit die Analyse zweier Krebsregister des Landes durch Mei-Hwei Chang vom National Taiwan University Hospital in Taipeh komplett sind, bisher nur 64 Fälle von Leberkrebs aufgetreten. Diese geringe Anzahl erklärt sich in erster Linie daraus, dass die Patienten jünger als 30 Jahre alt und deshalb weit vom Altersgipfel der Erkrankung entfernt sind. Es wurden jedoch nicht alle Kinder geimpft, und unter den nicht-vakzinierten Kindern ist die Inzidenz deutlich höher.
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