Schlüsselloch-OP an der Wirbelsäule dank Mini-Roboter
Dienstag, 22. September 2009
Göttingen – Dank eines robotergestützten Operationsverfahrens führen Neurochirurgen der Universitätsmedizin Göttingen erstmalig in Norddeutschland Versteifungsoperationen an der Wirbelsäule minimal-invasiv durch. „Die Methode mit Roboter verspricht ein geringeres Operationstrauma und kaum Blutverlust. Dies ist ein klarer Vorteil für den Patienten“, sagt Ramon Martinez-Olivera, Oberarzt der Abteilung Neurochirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen.
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Bisher seien solche Behandlungseingriffe kaum durch die Schlüsselloch-Chirurgie machbar gewesen. Nach einer halbjährigen Erprobungsphase haben die Göttinger Neurochirurgen nach eigenen Angaben bereits rund 50 Patienten mit Hilfe des Roboters operiert. Mittlerweile werde der Roboter in der Routineversorgung eingesetzt.
Laut Universitätsmedizin machen die Mediziner vor der Operation zunächst Schichtbilder der Wirbelsäule, anhand derer sie die Lage der Stangen und Schrauben planen. Den Roboter fixieren die Chirurgen an der Operationsstelle über der Wirbelsäule. Millimetergenau und planungsgemäß stellt der Roboter dann Bohrhülsen ein, über die der Neurochirurg Löcher in die Wirbel bohrt.
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