Wetter beeinflusst Asthma
Mittwoch, 23. September 2009
Detroit – Was viele Asthmapatienten aus langjähriger Erfahrung wissen, wurde jetzt erstmals in einer epidemiologischen Studien in den Annals of Allergy, Asthma and Immunology (2009; 103: 220-224) belegt: Ein Wetterumschlag kann eine Exazerbation auslösen.
Die wichtigsten Umwelttrigger eines Asthmaanfalls sind Allergene und Schadstoffe. Ihr Kontakt mit dem Epithel der Atemwege kann bei Asthmapatienten eine akute Bronchokonstriktion auslösen. Eine ähnliche Wirkung hat ein Anstieg der Luftfeuchtigkeit um 10 Prozent sowie eine sprunghafte Änderung der Temperatur um 10 Grad.
Dies ergab die retrospektive Analyse einer Datenbank mit 25.000 Kindern, die Nana Mireku von der Wayne State University School of Medicine in Detroit und Mitarbeiter durchgeführt haben. Der Wetterumschwung hatte jeweils an den folgenden zwei bis drei Tagen einen Anstieg der Notaufnahmen zur Folge.
Interessant ist, dass dies auch bei einem Anstieg der Temperatur der Fall war, während Asthmapatienten die Exazerbationen in erster Linie mit einem Kälteeinbruch verbinden. Änderungen des Luftdrucks hatten in der Studie übrigens keinen Einfluss auf das Auftreten der Asthmakrisen.
© rme/aerzteblatt.de
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