New York City – Maligne Melanome, deren Wachstum durch sogenannte BRAF-Mutationen angetrieben wird, sprechen auf eine Therapie mit einem Wirkstoff an, der selektiv diese Mutation ausschaltet. Das zeigen vorläufige Ergebnisse einer laufenden Studie, die auf dem Kongress der europäischen Krebsgesellschaften vorgestellt wurden.
Etwa 60 Prozent aller malignen Melanome (aber auch 8 Prozent aller soliden Neoplasien) haben eine Mutation im BRAF-Gen, das bei gesunden Zellen nicht auftritt. Die Mutation geht mit einer vermehrten Zellproliferation einher, weshalb die Ausschaltung dieses Gens ein interessanter Ansatzpunkt in der Krebsbehandlung ist.
Ein von der kalifornischen Firma Plexxikon und dem Konzern Roche entwickelter BRAF-Inhibitor (PLX4032) gilt als derzeit aussichtsreichster neuer Wirkstoff beim malignen Malinom, einer der aussichtslosesten Krebserkrankungen.
LX4032 induziert eine Apoptose der Melanomzellen, was zu einer deutlichen Verkleinerung des Tumors führt. Schon auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology im Juni in Orlando/Florida hatte die Gruppe um Paul Chapman vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York vielversprechende erste klinische Ergebnisse vorgestellt.
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