Rochester – Nicht allein die viel beklagte Übermüdung durch lange Dienste, auch eine Stressbelastung und deren Folgen Burnout und Depressionen erhöhen nach einer Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2009; 302: 1294-1300) das Risiko, dass Klinikärzten ein schwerer Behandlungsfehler unterläuft.
Die Bemühungen zur Verbesserung der Patientensicherheit haben sich in den letzten Jahren auf Reformen der Arbeitszeiten konzentriert. Und tatsächlich zeigt eine Befragung von 380 Assistenzärzten (Residents) an der Mayo Clinic in Rochester, dass Ärzte, die einen schwerwiegenden Fehler eingestanden, häufiger unter Schlaflosigkeit litten.
Mit jedem zusätzlichen Punkt auf der 24-Punkte Epworth Sleepiness Scale stieg das Fehlerrisiko um 10 Prozent an. Aber auch jeder Punkt auf einer Fatigue-Skala (von 0 bis 10) erhöhte die Fehlerwahrscheinlichkeit um 14 Prozent.
Müdigkeit und Abgeschlagenheit (Fatigue) sind zwar überlappende Begriffe. Eine Fatigue umschreibt aber auch das Gefühl eines allgemeinen Energiemangels (ausgepowert), was auf ein Burnout-Syndrom hinweist.
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