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Donnerstag, 24. September 2009
Marburger Bund gegen Twittern im OP

Berlin – Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund spricht sich dagegen aus, Ärzte während chirurgischer Eingriffe „twittern“ zu lassen. Medienberichten zufolge erproben derzeit verschiedene US-Kliniken, ob der Microblog-Dienst Twitter genutzt werden kann, um Angehörige während der Operation auf dem Laufenden zu halten.

„Das ständige Twittern am Rande einer OP würde die Konzentration des Teams nur unnötig stören und das Fehlerrisiko erhöhen“, kommentiert Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes, den amerikanischen Vorstoß. Beim Autofahren sei das Telefonieren mit einem Handy ja schließlich auch nicht erlaubt.

„Modische Macken“ wie das Twittern sind aus Sicht des MB-Vizes im OP auch kein Gewinn für den Patienten und seine Angehörigen. „Ich zweifle daran, dass die Angehörigen in Echtzeit über das Öffnen der Bauchdecke des Patienten informiert werden wollen“, so Botzlar.

Um ein konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen, seien deshalb in deutschen OPs Handys oder andere mobile Endgeräte zum Empfang von Funk-Nachrichten („Piepser“) schon jetzt häufig verboten. © hil/aerzteblatt.de

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