Kraftfahrer: Tests senken Zahl der alkoholbedingten Unfälle
Donnerstag, 24. September 2009
ddp
Baltimore/New York – Obligatorische Tests können die Anzahl schwerer Unfälle unter Alkoholeinfluss senken. Dies geht aus einer aktuell veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der Mailman School of Public Health und der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health im American Journal of Epidemiology hervor (2009 170: 775-782).
In den USA passieren jährlich annähernd 4.000 fatale Verkehrunfälle mit LKW- oder Busbeteiligung. In fast 80 Prozent dieser Fälle sind Personenwagen verwickelt. Hierbei stehen etwa drei Prozent der PKW-Führer und 27 Prozent der Kraftfahrer unter Alkoholeinfluss.
In einer aktuellen Studie untersuchte die amerikanische Arbeitsgruppe die präventive Wirksamkeit von Alkoholtests. Das Projekt umfasste mehr als 65.000 LKW- und Busfahrer und über 83.000 PKW-Fahrer. Obligatorische Alkoholtests konnten den Anteil schwerer Unfälle unter Alkoholeinfluss um 23 Prozent reduzieren.
Obligatorische Alkoholtestprogramme für Angestellte im Transportwesen sind eine bedeutende Interventionsmaßnahme. Dennoch blieben solche Maßnahmen aufgrund legaler und rechtlicher Bedenken sowie kaum belegter Wirksamkeit umstritten“, erklärt Guohua Li, Professor für Epidemiologie an der Mailman School of Public Health und Professor für Anästhesiologische Wissenschaften an der Columbia College of Physicians and Surgeons.
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