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Drei Viertel der Franzosen sind für aktive Sterbehilfe

Freitag, 25. September 2009

Paris – Für aktive Sterbehilfe trotz bestehender gesetzlicher Verbote haben sich laut einer neuen Umfrage rund drei Viertel der Franzosen ausgesprochen. Die große Mehrheit der Befragten wolle lebensbeendende Maßnahmen für Menschen in der Endphase einer unheilbaren Krankheit zulassen, berichteten französische Medien am Freitag.

Ärzte sollten sich diesem Wunsch nicht verschließen, auch wenn die Gesetzeslage aktive Sterbehilfe nicht zulasse. Die Umfrage wurde von der Sterbehilfe-Vereinigung ADMD in Auftrag gegeben. 

Danach ist die Befürwortung für heimliche aktive Sterbehilfe unter den 35- bis 49-Jährigen mit 85 Prozent am höchsten. Unter den praktizierenden Katholiken stimmten 44,5 Prozent der Forderung nach aktiver Sterbehilfe zu, mehr als 81 Prozent unter denjenigen, die keiner Religion angehören. Nach einem Gesetz von 2005 ist aktive Sterbehilfe in Frankreich eine Straftat. Ärzte dürfen aber die Behandlung unheilbar Kranker stoppen oder begrenzen, wenn der Patient dies wünscht. © kna/aerzteblatt.de

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