Politik

Verbände fordern Korrekturen in der Gesundheitspolitik

Montag, 28. September 2009

Berlin – Am Tag nach der Bundestagswahl und dem Sieg von Schwarz-Gelb melden die verschiedenen Verbände im Gesundheitswesen ihre Forderungen an die künftige Gesundheitspolitik an.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu stärken und weiterzuentwickeln fordert der Spitzenverband Bund der GKV. „Dabei spielen die Stichwörter Solidarität, Sicherung des medizinischen Fortschritts, nachhaltige Finanzierung und Wettbewerb um die beste Versorgung eine Rolle und aktuelle Frage nach der Finanzsituation, da der Gesundheitsfonds durch die Finanzkrise bereits in diesem Jahr zwei bis drei Milliarden Euro Schulden macht“, sagte Doris Pfeiffer, Vorsitzende des Vorstands des GKV-Spitzenverbandes.

Eine Forderungskatalog legen die Ersatzkassen vor: Darin verlangen sie, den Zusatzbeitrag der Versicherten zugunsten eines Sonderbeitrages zu kippen, den Versicherte und Arbeitgeber gemeinsam bezahlen. Außerdem fordern sie mehr Freiheiten bei den Hausarztverträgen und eine Korrektur des Risikostrukturausgleiches.

Der Verband der privaten Krankenversicherung sieht im klaren Wählerauftrag gute Chancen für eine kluge und pragmatische Gesundheitspolitik, „die einen fairen Wettbewerb zwischen gesetzlichen Krankenkassen und privater Krankenversicherung fördert, anstatt den Trend in die Staatsmedizin fortzusetzen."

Als Chance für einen „Neuanfang im Dialog und Verständnis von Politik und Leistungserbringern“ sieht die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände das Wahlergebnis. „Wir stehen der zukünftigen Bundesregierung als Gesprächspartner für die qualitative Fortentwicklung der hochwertigen Arzneimittelversorgung mit unabhängigen und freiberuflich tätigen Apothekerinnen und Apothekern zur Verfügung. Grundlage dafür sind ein stabiler Gesetzesrahmen und eine verlässliche Gesundheitspolitik“, sagt ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf.

Eine Förderung vor allem mittelständiger Pharmaunternehmen in Deutschland fordert der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie  (BPI). Es sei notwendig, Forschung und Entwicklung steuerlich zu fördern. „Forschung für innovative Produkte – auch mit bekannten Stoffen – die Therapiefortschritte mit sich bringen, muss sich wieder lohnen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des BPI, Bernd Wegener. © hil/aerzteblatt.de

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