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Todesfall in Zusammenhang mit Antibabypille vermutet

Dienstag, 29. September 2009

Genf/Berlin – Nach dem Tod einer jungen Frau prüft die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic einen Zusammenhang mit der Einnahme der Antibabypille „Yaz“ von Bayer-Schering. Die junge Frau sei Mitte September an den Folgen einer Lungenembolie gestorben, zehn Monate vorher habe sie mit der Einnahme der Pille begonnen, teilte Swissmedic auf seiner Internetseite mit. Das Unternehmen erklärte am Samstag, es wolle den Fall ebenfalls prüfen.

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Swissmedic vermutet einen Zusammenhang des Todes mit der Einnahme der Pille. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, wäre es der erste Todesfall in Zusammenhang mit Yaz, sagte ein Swissmedic-Sprecher am Freitag der Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Eine Sprecherin des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer-Schering sagte dem Berliner „Tagesspiegel“ am Samstag, das Unternehmen nehme den Fall „sehr ernst“ und versuche, die genauen Umstände zu klären.

„So ein Todesfall ist natürlich immer tragisch, aber es ist bekannt, dass es in ganz seltenen Fällen zu Embolien kommen kann. Das steht auch in der Packungsbeilage“, sagte die Konzernsprecherin. Dies gelte für alle Verhütungsmittel dieser Art, auch für die anderer Unternehmen, fügte sie hinzu.

„Yasmin“ war Ende Mai in die Schlagzeilen geraten – auch in dem Fall hatte ein junges Mädchen nach der Einnahme der Pille eine Lungenembolie erlitten. Sie ist seitdem schwerbehindert. Obwohl der Pharmakonzern es nicht als erwiesen ansah, dass die Embolie auf die Einnahme von Yasmin zurückzuführen sei, sagte er die Übernahme der Kosten für die Rehabilitation in Höhe von umgerechnet 132.000 Euro zu.

Swissmedic begann nach dem Vorfall mit einer Untersuchung aller Verhütungspillen. Laut Swissmedic-Sprecher werden die Ergebnisse vermutlich im Oktober veröffentlicht. © afp/aerzteblatt.de

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