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Ausland

Leihmutter wider Willen gibt Neugeborenes den biologischen Eltern

Montag, 28. September 2009

Washington –  Sieben Monate lang war sie mit dem Bewusstsein schwanger, mit dem falschen Embryo künstlich befruchtet worden zu sein – nun hat die US-Bürgerin Carolyn Savage das Kind zur Welt gebracht und es kurz darauf den biologischen Eltern übergeben. Den wahren Eltern gratulierten Savage und ihre Familie „von Herzen“. An die Medien appellierten sie, sie in der „sehr schwierigen nächsten Zeit“ in Ruhe zu lassen.

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Wie Carolyn Savage und ihr Mann Sean in der Erklärung vom Freitagabend weiter mitteilten, wurde das Kind am Donnerstag in einer Klinik in Toledo im US-Bundesstaat Ohio per Kaiserschnitt geholt. Es sei wohlauf. Den Eltern Paul und Shannon Morell, deren Zwillingstöchtern und ihrem Zuwachs wünschten sie „das Beste auf ihrem neuen, gemeinsamen Lebensweg“. Sie selbst gingen durch eine schwierige Phase und bräuchten deshalb für die nächsten Tage Ruhe, erklärten sie.

Savage war im zweiten Monat schwanger, als sie von dem Irrtum erfahren hatte. Die 40-Jährige entschied gemeinsam mit ihrem Mann, das Kind auszutragen und es dann seinen biologischen Eltern zu übergeben. Das Kind abzutreiben oder es zur Adoption freizugeben, sei für sie nie in Frage gekommen, sagte die strenggläubige Katholikin. Stattdessen suchte das Paar nach den wahren Eltern. Zwischen ihnen entwickelte sich mit der Zeit ein herzlicher Kontakt.

„Natürlich werden wir den Rest unseres Lebens täglich an dieses Kind denken“, hatte Savage dem Fernsehsender NBC gesagt, nachdem sie sich wenige Wochen vor der Geburt dazu entschlossen hatte, ihren Fall an die Öffentlichkeit zu bringen. Das Ehepaar Savage hat bereits drei Kinder, das jüngste wurde ebenfalls durch künstliche Befruchtung gezeugt.

„Das Baby wegzugeben wird am schwersten sein“, sagte Savage NBC. „Ich erinnere mich noch so gut daran, wie ich der wahren Mutter erzählte, was ich für das Kleine erwarte und erhoffe.“ Sie wolle sich nach der Geburt in Ruhe von dem Kind verabschieden, sagte sie dann noch.

Über die juristischen Folgen der Verwechslung beraten derzeit die Anwälte der beiden Familien. Carolyn Savage und ihr Mann verlangen von der Fruchtbarkeitsklinik, in der sie sich behandeln ließen, die Verantwortung für die Verwechslung zu übernehmen. © afp/aerzteblatt.de

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