Berlin – Der NAV-Virchow-Bund hat den geplanten Rollout der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in Nordrhein kritisiert. Ab 1.Oktober geben die Krankenkassen die eGK an rund neun Millionen Versicherte in der Testregion aus.
„Trotz tief greifender Bedenken der Ärzteschaft, trotz anders lautender Ärztetagsbeschlüsse und ohne wie vorgesehen weitere Tests abzuwarten, will die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrheins die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte durchdrücken“, moniert Verbandsvorsitzender Klaus Bittmann.
Dabei sei der KV-Vorsitzende Leonhard Hansen unter anderem an genau dieser Problematik gescheitert und habe deshalb seinen Rücktritt erklärt. „Seit Jahren wird aus Kosten-Nutzen-Überlegungen, aus Verantwortung gegenüber dem Datenschutz und Vertrauensschutz im Arzt-Patienten-Verhältnis die Sinnhaftigkeit der elektronischen Gesundheitskarte diskutiert“, erklärt Bittmann. Der NAV-Virchow-Bund lehne die von der Betreibergesellschaft gematik, den Krankenkassen und der Industrie aufgestellte Systematik nach wie vor ab.
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