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Experten beklagen Mangel an Organspenden

Mittwoch, 30. September 2009

Berlin – Zum Welttag der Organspende am Sonntag hat Bundespräsident Horst Köhler zum Nachdenken über Organspende aufgerufen. „Wir sollten alle bedenken, dass jeder Einzelne von uns mit der Bereitschaft zur Organspende zum Lebensretter werden kann“, erklärte der Bundespräsident nach einer Mitteilung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) vom Mittwoch.

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Die DSO beklagte einen fortgesetzten Mangel an Organspendern. Dabei gebe es in der Bevölkerung grundsätzlich eine große Bereitschaft zu spenden, betonte DSO-Vorstand Günter Kirste in Berlin. Rund 85 Prozent der Bundesbürger befürworteten Organspenden.

Aber nur 17 Prozent hätten einen Ausweis. Laut DSO stehen 12.000 Menschen auf der Wartelisteliste für eine Transplantation, pro Jahr stünden jedoch nur 4.000 Organe zur Verfügung. Diese Diskrepanz müsse überwunden werden, so Kirste.

Der DSO-Chef sprach sich für eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Stiftung, Transplantationszentren und Krankenhäusern aus. Bislang würden nicht alle potenziellen Spender wirklich gemeldet. Kirste sieht vor allem die Krankenhäuser gefordert, die die Transplantationsmedizin zum Bestandteil ihrer Qualitätssicherung machen müssten.

Wichtig sei zudem eine Auswertung der Transplantationsergebnisse. Dazu bedürfe es allerdings einer Verknüpfung von Spender- und Empfängerdaten. Weiteren Verbesserungsbedarf sieht die DSO auch in der Betreuung von Angehörigen. Hierzu sollte es im Krankenhaus eigens geschulte Fachkräfte der DSO geben, sagte Kirste.

Die zentrale Veranstaltung des internationalen Tags der Organspende findet in diesem Jahr erstmals in Deutschland statt. Von Sonntag bis Mittwoch treffen sich in Berlin Experten aus aller Welt, um über eine verbesserte internationale Vernetzung zur Förderung von Organspenden zu debattieren. © kna/aerzteblatt.de

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