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Krankenkassen fordern unbegrenzte Zusatzbeiträge

Mittwoch, 30. September 2009

Berlin – Die gesetzlichen Krankenkassen setzen sich für ein Ende der Deckelung der Zusatzbeiträge ein. „Unter aktuellen Fondsbedingungen muss der Spielraum zur Festsetzung individueller Beiträge erweitert werden“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen, Heinz Kaltenbach, der „Berliner Zeitung“ vom Mittwoch. „Das bedeutet, dass zuerst einmal die Ein-Prozent-Deckelung des Zusatzbeitrages wegfällt.“

Der Vertreter von rund 140 Betriebskrankenkassen schloss sich damit zuvor erhobenen Forderungen der Ersatzkassen und der Allgemeinen Ortskrankenkassen an. Diese wollen, dass Zusatzbeiträge künftig prozentual statt pauschal erhoben werden und direkt vom Lohn der Arbeitnehmer abgezogen werden dürfen. Krankenkassen dürfen von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge erheben, wenn das Geld, das ihnen aus dem Gesundheitsfonds zugewiesen wird, nicht ausreicht.

Die Zusatzbeiträge sind derzeit auf ein Prozent des Mitgliedereinkommens beschränkt. Sollte die Ein-Prozent-Deckelung aufgehoben werden, könnten die Krankenkassen ihre Beiträge beliebig weit anheben. © ddp/aerzteblatt.de

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