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Ärzteschaft

Kammer fordert Beteiligung von Ärzten bei Qualitätssicherung

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) kritisiert, dass die zentralen Qualitätssicherungsaufgaben an das AQUA-Institut vergeben wurden. „Damit ist die bisher gut arbeitenden und funktionierende Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) ausgebootet“, moniert ÄKWL-Präsident Theodor Windhorst. Die Kammer fordert, dass Ärzte bei der Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung eine führende Rolle spielen.

Laut ÄKWL haben sich allein 2008 bei 80 von 208 Modulen der BQS Verbesserungen eingestellt. Es sei deshalb unerlässlich, dass sich die ärztliche Selbstverwaltung an der Gestaltung der Qualitätssicherungsstrukturen beteiligt. „Die für die Qualitätssteuerung notwendigen Kriterien lassen sich sektorübergreifend ohne Mitwirkung der betroffenen Ärzte nicht erarbeiten“, so Windhorst.

Es sei ein „Trauerspiel“, dass die ärztliche Selbstverwaltung selbst auf Landesebene keine Stimme mehr bei der Weiterentwicklung der Qualitätssicherung hat. Windhorst warnte vor eine „Ökonomisierung der Medizin, die eine Ressourcenzuweisung anhand von Qualitätskriterien zur Folge hat“. Eine Qualitätssicherung ohne Ärzteschaft werde die Akzeptanz derer verlieren, für die sie eigentlich da sein sollte. © hil/aerzteblatt.de

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