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Impfempfehlung für Meningokokken erweitert

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Marburg – Um das Risiko einer Meningokokken-Infektion zu verringern, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), nach dem Kontakt zu einem Erkrankten alle bislang ungeimpften Personen im Haushalt so bald wie möglich zu impfen. „In Anbetracht der Schwere dieser Krankheit mit hoher Letalität und erheblichem Komplikationsrisiko erscheint die Verhinderung auch weniger Krankheitsfälle erstrebenswert“, begründet die STIKO die neue Empfehlung.

Aktuelle wissenschaftliche Daten belegen, dass Personen, die mit einem Erkrankten im selben Haushalt wohnen, ein stark erhöhtes Risiko haben, ebenfalls an einer Meningokokken-Infektion zu erkranken. Bisher lautete deshalb die Empfehlung, dass diese Personen vorbeugend Antibiotika einnehmen sollten.

Für Kinder im zweiten Lebensjahr empfiehlt die STIKO bereits seit 2006 eine Impfung gegen Meningokokken C mit einem Konjugatimpfstoff. Sollte die Impfung im zweiten Lebensjahr nicht erfolgt sein, empfiehlt die STIKO, sie bis zum 18. Geburtstag nachzuholen, da Meningokokken-Erkrankungen vorwiegend bei Kleinkindern bis zum fünften Lebensjahr und bei Jugendlichen auftreten.

 

  © hil/aerzteblatt.de

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