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Ärzteschaft

Marburger Bund fordert mehr ärztlichen Sachverstand im Gesundheitsausschuss

Freitag, 2. Oktober 2009

Berlin – „Gerade im Hinblick auf die Lösung der vor uns liegenden Probleme – ich nenne beispielhaft nur den Ärzte­mangel – brauchen wir dringend mehr ärztlichen Sachverstand in der Gesund­heits­politik“, hat sich heute der 2. Vorsitzende des Marburger Bundes (MB), Andreas Botzlar, für ein Engagement Rudolf Henkes im Gesund­heits­aus­schuss des Bundes­tages ausgesprochen. Er reagierte damit auf Medienberichte, wonach es einzelne Unions- und FDP-Parlamentarier für unvereinbar halten sollen, einerseits in parlamentarischen Gremien Gesund­­heits­politik zu gestalten und andererseits als Vorsitzender des Marburger Bundes die Interessen der Klinikärzte zu vertreten.

„Das hervorragende Direktwahlergebnis von Rudolf Henke bei der Bundestagswahl zeigt doch, dass viele Menschen das politische Engagement von Ärzten ganz unbefangen sehen und nicht mit Lobbyismus verwechseln“, argumentierte Botzlar gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

Entscheidend sei, dass die Lebenswirklichkeit in der gesundheitlichen Versorgung wieder stärker in die Politik vermittelt werde. Dass der MB-Bundesvorsitzende künftig Stimme und Gewicht im Deutschen Bundestag habe, ist nach Botzlars Überzeugung deshalb uneingeschränkt zu begrüßen. Das Gesundheitswesen stehe vor gewaltigen Herausforderungen, betonte der MB-Vize mit Blick auf die am Montag beginnenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP.

So werde eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des langen Lebens auch in Zukunft die Schaffung neuer Arbeitsplätze erfordern: „Um das Gesundheitswesen demografiefest zu machen und die Versorgung der älter werdenden und länger arbeitenden Bevölkerung sicherzustellen, sind Investitionen in Infrastruktur und Personal notwendig.“

Von der nächsten Bundesregierung erwartet der MB „ein klares Bekenntnis zur Sicherung einer langfristig verlässlichen, hochwertigen medizinischen Versorgung der Bevölkerung“. Dazu seien Entscheidungen erforderlich, die auch den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise standhielten.

Botzlar: „Der Marburger Bund wirbt deshalb dafür, sich auf eine Stabilisierung des deutschen Gesundheitswesens auch für den Fall vorzubereiten, dass die Wirtschaftskrise andauert und sich zu einer bedrohlichen Arbeitsmarktkrise ausweitet.“ © JF/aerzteblatt.de

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ralf.schrader
am Montag, 5. Oktober 2009, 08:55

Ärzte und Gesundheitspolitik

Ärzte sind für Gesundheitspolitik so kompetent wie ein Tankwart für Verkehrspolitik.

rs
sauerbruch
am Sonntag, 4. Oktober 2009, 21:00

gleiches Reht für alle

Wenn dieses komische Vorstandsmitglied des AR der Rhönklinik überall mitmiscen dar, warum dann nicht RH?

Gruß S.

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